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Mo, 29. Aug. 2011
Aachener Zeitung - Stadt / Lokales / Seite 12

Unterm grnen Dach lockt ein kunterbunter Stadtteil

Frankenbu(e)rger laden zum fröhlichen Fest mitten auf der Oppenhoffallee. Dort stimmt die Mischung in jeder Hinsicht.

Aachen. Trödel und Kunst, Delikatessen aus aller Herren Länder und Gemüse aus biologischem Anbau – so gemischt wie die Angebote auf dem Frankenberger Alleenfest ist auch das Publikum. Familien und Senioren, Studenten und junge Kreative flanierten gestern zwischen den rund 100 Ständen über die Oppenhoffallee.

Zum fünften Mal hatte der Verein Frankenbu(e)rger zum Fest geladen und trotz kühler Temperaturen und dem einen oder anderen Schauer kamen die Menschen in Scharen. „Sehr zufrieden sei er mit den Besucherzahlen, sagte Mitorganisator Christoph Lenssen. Auch bei den Verkaufsständen habe der Verein viele Leute nicht mehr annehmen können.

Der autofreie Mittelstreifen der Oppenhoffallee sei neben dem immer erfolgreicher werdenden Alleenfest ein erster großer Erfolg des Vereins gewesen, sagt Lenssen. Ein zweiter ist der Umbau der Burg Frankenberg zum Bürgerzentrum, der im Herbst beginnen soll. Ehrenamtlicher Einsatz wie beim Alleenfest sei typisch für die Leute im Viertel, findet Lenssen, genauso wie die Verbundenheit mit dieser ‚Stadt in der Stadt. „Die Menschen haben schon ihre eigene Identität, die sich von Menschen in anderen Gebieten unterscheidet.

Eine Mischung aus Leuten mit alternativem Lebensstil, jungen Familien und Menschen gesetzteren Alters, die sich Andersartigem nicht verschließen – so beschreibt Michael Wohmann die Bewohner. Der Holzbildhauer ist vor drei Jahren aus Mainz nach Aachen gekommen. Nach vier Umzügen fühle er sich im Frankenberger Viertel besonders wohl. Auch ein solch buntes Nebeneinander unterschiedlicher Gewerbe, die völlig unterschiedliche Kundenkreise ansprächen, finde sich auf normalen Stadtfesten eher selten.

Und richtig, wer den schmalen Kiesweg auf dem Mittelstreifen der Allee entlang flaniert, kann quasi auf Entdeckungsreise durch dieses vielschichtige Viertel gehen. Auch Christoph Lenssen vom Verein Frankenbu(e)rger kann bei jedem Alleenfest noch Neues entdecken. „Wenn ich mir die Aussteller ansehe, gibt es immer irgendwas, wo ich denke, na sowas, das haben wir hier auch.(hst)

 

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