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Aachener Nachrichten:
Die Frankenb(u)erger erobern bald die Burg
Aachen. Nach fünf Jahren erobert der Verein Frankenb(u)erger endlich die Burg Frankenberg. Ein Bürger- und Kulturzentrum soll aus dem ehemaligen Heimatmuseum entstehen, welches sich zum neuen Mittelpunkt für das Frankenberger Viertel entwickeln soll.

«Wir wollen das Leben im Viertel verbessern und die Lebendigkeit unterstreichen», erklärt der erste Vorsitzende des Vereins, Ingo Klusemann, beim Jahresempfang der Frankenb(u)erger am Sonntag in der Burg.
Die Burg soll mehr Möglichkeiten für Kulturveranstaltungen, private und nachbarschaftliche Feste sowie Gastronomie bieten - ein Restaurant soll zum Beispiel im ehemaligen Römer-Raum errichtet werden. Da gilt es, Bauvorbereitungen zu treffen. Deswegen packen die Vereinsmitglieder tatkräftig mit an und möchten möglichst bald mit dem Entrümpeln, Aufräumen und Reinigen beginnen.
Das Wichtigste jedoch sind die Ausführungspläne, die in den kommenden Monaten von ein paar Architekten aus dem Verein in Angriff genommen werden - ehrenamtlich versteht sich. Da sich die Burg auf Dauer selber finanzieren muss, sollen die Räume auch an Firmen für den alltäglichen Tagungs- und Seminarbetrieb vermietet werden.
«Wir möchten allen Bürgern aus dem Viertel die Burg zugänglich machen, es soll keine Exklusivveranstaltungen geben», erklärt Christoph Lenssen, Vorstandsmitglied der Frankenb(u)erger. Und auch Marcel Philipp, der sowohl als Nachbar als auch als Oberbürgermeister beim Jahresempfang erschienen ist, bekräftigt: «Die Burg wird nun von einem Haus der Stadt zu einem Haus der Bürgerschaft.»
Unterstützung vom Land
Das Landesprogramm «Initiative ergreifen», welches sich für bürgerliches Engagement einsetzt, greift der Burg dabei kräftig unter die Arme: Knapp 800.000 Euro wurden für das Projekt bewilligt. Die Stiftung NRW fördert das Projekt mit 102.000 Euro, die Stadt Aachen gibt noch einmal 217.000 Euro dazu. Der Verein Frankenb(u)erger stemmt aus eigenen Mitteln eine Summe von knapp 84.000 Euro - insgesamt beträgt der Projektumfang knapp 1,5 Millionen Euro.
Es zappelt also ein grosser Fisch an der Angel, der bisweilen Grösste, den der Verein sich zu schnappen wagte. Nach der Abschaffung der Parkplätze auf dem Mittelstreifen in der Oppenhoffallee und der Umgestaltung des Frankenberger Parks kriegt nun also auch die Burg ihr Fett weg. Bis Mitte 2012 soll der Umbau abgeschlossen sein. «Hoffentlich», sagt Christoph Lenssen lachend, «ich möchte dann doch hier meinen runden Geburtstag feiern.»
Denise Petzold, Foto: Ralf Roeger - 14.Feb.2011
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